Der Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine der bekanntesten und weitverbreitesten Pflanzen Mitteleuropas. Der zweite Teil seines wissenschaftlichen Namens „officinale“ deutet darauf hin, das es sich um eine gebräuchliche, in der Apotheke erhältliche Heilpflanze handelt.
Daneben gibt es eine Unmenge an volkstümlichen Bezeichnungen für den Löwenzahn z.B. Pusteblume, Butterblume, Augenblume, Biselbluam (bayrisch; deutet auf seine Wirkung hin 😉 ), Kuhblume ect.
Die Inhaltsstoffe des Löwenzahns sind u.a.: Bitterstoffe, Kalium, Vitamin C (in den Blättern), Saponine (http://de.wikipedia.org/wiki/Saponine) und kreislaufwirksames Cholin.
In der Volksmedizin wird Löwenzahn (Blätter, Blüten und Wurzeln) im Frühjahr zur sogenannten Blutreinigung eingesetzt. Er schwemmt kurmässig angewendet, überschüssige Harnsäure (beim Fleischfresser wie Hund und Katze fällt davon besonders viel an) und andere Schlacken aus dem Blut und dem Gewebe. Die nierenanregende Wirkung ist vor allem bei rheumatischen Beschwerden hilfreich. Die enthaltenen Bitterstoffe (je älter die Blätter desto bitterer) regulieren die Verdauung. Neigt ein Tier zu Magen-Darm Krämpfen und Koliken, sind Löwenzahnblätter besonders zu empfehlen. Außerdem hat Löwenzahn eine stärkende Wirkung auf die Leber und regt die Gallenproduktion an. Auch die Wurzel kann verwendet werden, sie sollte allerdings im Herbst oder zeitigen Frühjahr geerntet werden, wenn der Wirkstoffgehalt am größten ist. Die Wurzeln werden dann vor der Verwendung getrocknet.
Im Ayurveda (http://de.wikipedia.org/wiki/Ayurveda) der Heilkunde Indiens wird der Löwenzahn bei Milchdrüsenentzündung und Lebererkrankungen verordnet.
In China wird die Pflanze ebenfalls bei Milchdrüsenentzündungen, aber auch bei Magenschleimhautentzündung, Leberentzündung, Infektionen der Harnwege und Karbunkeln (Eiterbeulen) verwendet. Löwenzahn gilt als kühlendes, entgiftendes Heilmittel.
Löwenzahn ist für alle Haustiere wie Hunde, Katzen (wenn sie es dann fressen ;-)), Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten, Heimvögel (diese fressen besonders gerne die reifen oder halbreifen Samen) als gesundes Grünfutter geeignet. Die frischen Blätter werden fein zerschnitten (oder im Mixer püriert) und ins Futter gemischt. Vögel, Nager und Schildkröten fressen die Blätter und Blüten im Ganzen verabreicht.
Sammeln sollte man Löwenzahn nicht an verkehrsreichen Straßen, oder gedüngten, gespritzen Wiesen. Am besten ist der Anbau im heimischen Garten.