Heilpflanze des Monats August: Weißdorn

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Der Weißdorn ist ein Strauch aus der Familie der Rosengewächse, der in ganz Europa heimisch ist. Am liebsten wächst er auf schwerem Lehmboden. Seine deutsche Bezeichnung leitet sich von dem im Frühling weißen Blütenmantel der durch Dornen geschützt ist, ab. Schon in ganz frühen Zeiten verzehrten die Menschen seine roten Früchte.
Weißdorn ist ein ausgesprochenes Herzmittel. Es ist ein Tonikum für den Herzmuskel (es wirkt auf den Herzmuskelstoffwechsel) und wird auch speziell beim sogenannten Altersherz verwendet. Auch bei leichten Formen von Herzrhythmusstörungen findet es Verwendung. Weißdorn wirkt langsam aber dauerhaft und kann und sollte daher, über einen langen Zeitraum hinweg eingenommen werden. Er reguliert sowohl den hohen, als auch den tiefen Blutdruck. Nebenwirkungen von Weißdorn sind nicht bekannt. In der Chinesischen Medizin werden die Früchte verschiedener Weißdornarten sowohl als Nahrungsmittel, als auch bei Durchfallerkrankungen und Verdauungsstörungen eingesetzt.
Verwendet werden Blüten, Blätter und Beeren. Vor allem Vögel lieben die roten Früchte. Sie kann man sammeln und frisch oder getrocknet den Vögeln zum fressen anbieten (für kleinere Vögel geschnitten unter das Körnerfutter mischen). Meine Papageien und Beos mochten die Früchte alle sehr gerne. Gerade bei Vögeln leidet das Herz-Kreislaufsystem schnell unter Stress und es lohnt sich daher dieses Organ mit Weißdorn bei Bedarf naturheilkundlich zu unterstützen.
Es gibt Crataegus in der Apotheke in verschiedenen Zubereitungsformen z.B. Kapseln, Tee, Tinktur zu kaufen. Auch in der Homöopathie wird Crataegus als sogenanntes organotropes Mittel (wirkt auf ein spezielles Organ – hier: Herz) gerne bei Herzleistungsschwäche und Altersherz verschrieben.
Weißdorn kann man auch gut mit anderen herzwirksamen Kräutern wie Herzgespann, Arnika, Melisse und Passionsblumenkraut kombinieren.

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Beos fressen gerne farbige Früchte

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Weißstirnamazone Max liebt alle Beerenfrüchte

Heilpflanze des Monats: große Klette lat. Arcticum lappa

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Die große Klette kommt in Europa, Amerika und dem nördlichen China vor. Die bis zu 1,5 Meter hohe Pflanze wächst meist auf dem offenen Feld, oder an Landstraßen. Medizinisch verwendet werden v.a. die Wurzeln, aber auch die Samen. Sie wirkt verdauungsfördernd, stoffwechselumstimmend, blutreinigend und hilft den Zellen, Schadstoffe auszuscheiden. Ebenfalls hat sie entzündungshemmende und antibiotische Eigenschaften. In China wird sie seid tausenden von Jahren zur Behandlung von Hautkrankheiten eingesetzt.
In der TCM wird sie der Lunge und dem Magen zugeordnet und vertreibt Wind-Feuchtigkeit und Wind-Hitze.
Häufige Einsatzgebiete in der Veterinärmedizin sind chronische Hautprobleme mit starkem Juckreiz z.B. Sommerekzem, Mauke, allergische Ekzeme. Hier bietet sich auch eine Kombination mit dem wilden Stiefmütterchen an. Klettenwurzeln fördern auch den Haarwuchs. Sie können sowohl innerlich (Teeaufguß, pulverisierte Wurzel), als auch äußerlich (Waschung, Öl, Salbe) angewandt werden.
Die Wurzeln können von April bis Mai und im Herbst geerntet werden. Die getrockneten Wurzeln werden über Nacht mit kaltem Wasser (1 Esslöffel auf 250ml Wasser) angesetzt, am nächsten Tag kurz aufgekocht, dann abgekühlt und abgesiebt. Da der Tee innerlich eingenommen etwas unangenehm schmeckt, kann er mit etwas Honig geschmacklich aufgebessert werden.
Auch in der Homöopathie wird Lappa articum v.a. bei Hauterkrankungen (Ausschläge im Kopfbereich, Akne, Gerstenkörner, Lidrandgeschwüre, Furunkel) verwendet.